Hunde und Vegan? - Nein danke!

 

🚫 Vegan für den Hund - Bitte nicht! 🚫

Diese Art der Ernährung wird von uns definitiv nicht empfohlen!

Im Gegenteil: Meiner Meinung nach ist es eine Gefahr für die Gesundheit unserer Hunde.


Oft rührt die Denkweise zu veganer Ernährung ja aus einer gewissen ökologischen Verantwortung. Das finde ich prinzipiell auch ganz in Ordnung. Wer ein Raubtier hält, erzeugt damit einen größeren ökologischen Fußabdruck. Die Konsequenz müsste dann meiner Meinung nach aber sein, kein Raubtier zu halten - und nicht dem Raubtier eine völlig seiner Natur widersprechenden Ernährung aufzuzwingen.
Sollten Sie sich selbst vegetarisch oder vegan ernähren und Ihnen ist das direkte Handling mit rohem Fleisch unangenehm, greifen Sie doch auf unser Trockenbarf zurück.

Hunde haben sich tausende Jahre lang in ihrem Bedarf auf zur Verfügung stehende Beutetiere angepasst. Ich denke, das Beutetier kann kompensieren, was wir alles über Ernährung und Nährstoffe und deren Wechselwirkungen noch nicht wissen. Es funktioniert seit Jahrtausenden, wir müssen nicht exakt in jedem biochemischen Detail wissen, wie. Ein menschenkonzipiertes Fertigfutter sollte das aber lieber wissen, sonst entstehen gesundheitsschädigenden Effekte.


Allein die Tatsache, dass ein Hund den Darm eines Fleischfressers hat, sind zwar Argumente, aber etwas zu wenig in die Tiefe gehend.
Meine Standardantwort, die ich von Kollegen so übernommen habe: Wenn mir jemand einen Hund mit Mahlzähnen, enzymatisch aktiven Speichel, ausgeprägtem Blinddarm und deutlich verlängertem Darm vorführt, fange ich an über einen Carni-Omnivor nachzudenken.

Mangelernährung (B12, EPA, essentielle Aminosäuren etc.), schlechte Bioverfügbarkeit einiger Nährstoffe (Zink, Eisen), zwingend synthetische Zusatzstoffe, Fertigfutter verkürzt die Lebenserwartung um ca. 3 Jahre, schlechte Eiweißqualität und dadurch Belastung der Nieren und der Leber. Sowie Förderung einer Dysbiose mit allen Konsequenzen, hohe Kohlenhydrat-Anteile im veganen Futter fördern einige Krankheiten (Magendrehung, Zahnstein) und natürlich ist es nicht artgerecht. Je nach Zusammensetzung kann es zu einer Überforderung der Bauchspeicheldrüse kommen.

 

Dass es nicht egal ist, aus welcher Quelle mit welchen begleitenden Nährstoffkomplexen (z.B.auch aus sekundären Pflanzenstoffen) Nährstoffe stammen, ob sie natürlich oder synthetisch, isoliert oder im natürlichen Verbund aufgenommen werden, zeigen genug Humanstudien z.B. zu Vitaminen. In der Humanmedizin wird versucht, auf gesunde Ernährung zu pochen und die Nachteiligkeit von Vitaminpillen und Co. als Ersatz dafür aufzuzeigen - und hier ist Pappe mit Nährstoffzusatz dann völlig ausreichend, weil ja "alles drin" ist?
Dabei bleiben so viele Wechselwirkungen und synergistische Wirkungen von Nährstoffen im Verbund unberücksichtigt. Es gibt ja nicht einmal etabilierte Bedarfswerte des Hundes für viele Nährstoffe, anhand derer man dann ein veganes Fertigfutter "ausgewogen" berechnen könnte. Es gibt keine Bedarfswerte für die Berechnung von Veganem Futter, dies ist meiner Meinung nach reine Spekulation und ein Spiel mit der Gesundheit unserer Tiere.

 

 


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